Die Energiewende in Deutschland ist in der Spur: Im ersten Halbjahr 2018 überholten Wind, Sonne & Co. erstmals Braun- und Steinkohlekraftwerke bei der Bruttostromerzeugung. So berichtet das Handelsblatt am 11. Juli 2018 und beruft sich dabei auf Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

118 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Energiequellen wurden ersten Schätzungen zufolge in den ersten sechs Monaten des Jahres in Deutschland produziert. Das ist eine Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland wuchs von 32,5 auf 36,5 Prozent. Das Erreichen der 40-Prozent-Marke bis zum Ende des Jahres rückt in den Bereich des Möglichen.

Dagegen hat die Verstromung aus Braun- und Steinkohle an Bedeutung verloren: Sie sank um 10 Prozent auf 114 Milliarden kWh und auf einen Anteil von 35,1 Prozent bei der Bruttostromproduktion. Auch die Stromerzeugung aus Erdgas ging zurück. Der Anteil sank von 13,5 auf 12,3 Prozent. Allein Atomstrom gewann von 10,2 auf 11,3 Prozent leicht hinzu.

Für BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer sind die Zahlen ein Beleg dafür, dass der schrittweise Ausstieg aus der Kohle in Deutschland gelingt. Um diese Entwicklung nicht aufzuhalten, sei aber der konsequente und beschleunigte Ausbau der Stromnetze unabdingbar.